Wärme oder Kälte bei Schmerzen?


Auf die Ursache kommt es an
Wärme oder Kälte bei Schmerzen?
Image Point Fr/Shutterstock.com

Ob Bauchkrämpfe, Muskelzerrungen, Prellungen oder verstauchte Gelenke: Wärme oder Kälte lindert bei richtiger Anwendung den Schmerz. Doch wann greifen Sie besser zur Wärmflasche und wann zum Kühlpad?

Thermotherapie richtet sich nach der Schmerzursache

Die richtige Entscheidung erfordert etwas Hintergrundwissen über die Schmerzursache: Bei akuten Verletzungen, die mit Schwellung oder Blutergüssen einhergehen, lindert Kälte den Schmerz und minimiert die Schwellung. Wärme dagegen mildert Bauchkrämpfe und entspannt gezerrte oder verspannte Muskulatur. Doch was bewirken Kälte und Wärme im Körper und warum helfen diese Thermobehandlungen überhaupt? 

So wirkt Kälte, so wirkt Wärme

Kälte verengt die Blutgefäße und reduziert die Durchblutung. Dieser Effekt wird genutzt, damit sich Schwellungen und Blutergüsse nicht ausbreiten. Außerdem dämpft Kälte praktisch alle örtlichen Entzündungsvorgänge. Für die lokale Kältebehandlung bei akuten Verletzungen eignen sich Kühlpads oder zerstoßene Eiswürfel in einer Plastiktüte. Wichtig ist, Erfrierungen der Haut zu vermeiden. Deshalb wickelt man das Kühlpad in ein Handtuch oder steckt es in einen Waschlappen, so dass es der Haut nicht direkt aufliegt.

Wärme dagegen weitet die Blutgefäße und steigert die Durchblutung. Folglich wird das Gewebe besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Überdies werden Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert. Wärme lockert außerdem Muskelverspannungen, steife Gelenke und Bauchkrämpfe. Zuhause eignen sich Wärmflaschen, in der Mikrowelle gewärmte Kirschkernkissen oder eine Rotlichtlampe für die Wärmebehandlung. Manche Patienten profitieren auch von speziellen Wärmepflastern aus der Apotheke, die auf die schmerzende Stelle geklebt werden.

Die Faustregel

Bei der Entscheidung für Wärme oder Kälte hilft eine einfache Faustregel: kühlen bei akuten Verletzungen, wärmen bei verspannten Muskeln und steifen Gelenken sowie allen chronischen Leiden.

Quellen: TK-Die Techniker

News

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im August

Was tun bei Hämorrhoiden?

Was tun bei Hämorrhoiden?

Probleme mit der Kehrseite

Hämorrhoiden sind weit verbreitet – und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Dabei hat fast jeder E ... Zum Ratgeber
St. Georg-Apotheke
Inhaber Apothekerin Gundula Bader, Apothekerin Heike Griebl
Telefon 08136/12 13
Fax 08136/9 29 29
E-Mail mail@apotheke-indersdorf.de