Hilfe bei Depressionen


Onlineprogramm bessert Symptome
Hilfe bei Depressionen

Patienten mit leichten und mittelschweren Depressionen litten weniger unter depressiven Krankheitszeichen, wenn sie neben der hausärztlichen Behandlung ein spezielles Onlineprogramm nutzten. Dies ergab eine Studie der Universitätsklinik Leipzig.

Verbesserte Lebensqualität nach 6 Monaten

Als Basis für die Untersuchung diente den Forschern das von australischen Wissenschaftlern entwickelte Onlineprogramm moodgym. Zielsetzung ist, Depressionen vorzubeugen und die Symptome der Erkrankung zu lindern. Die 5 Übungsbausteine „Gefühle“, „Gedanken“, „Alternative Gedanken entwickeln“, „Stress“ sowie „Beziehungen“ sind in dem kostenfreien und anonymen Programm integriert. Das Team um Margrit Löbner vom Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Universitätsklinik Leipzig übersetzte moodgym ins Deutsche und untersuchte, wie es bei Menschen mit leichten und mittelschweren Depressionen wirkt.

„Moodgym hilft mit interaktiven Übungen dabei, negative Gedankenmuster zu erkennen und durch neue zu ersetzen. Nutzer erhalten Tipps und Anregungen, um mit Problemsituationen und Stress besser umzugehen“, erläutert Löbner das Prinzip des Internetprogramms.

Fast 700 Patienten aus 112 Hausarztpraxen bearbeiteten nacheinander die Bausteine des Programms. Sie nutzten moodgym ergänzend zur Behandlung durch den Hausarzt. Sowohl nach 6 Wochen als auch nach 6 Monaten waren die Symptome bei Patienten mit Unterstützung durch moodgym stärker zurückgegangen als in der Kontrollgruppe, die das Programm nicht nutzte. Zudem verbesserte sich nach 6 Monaten bei den Patienten nach eigener Einschätzung die Lebensqualität sowie das Gefühl, ihre Situation aus eigener Kraft verändern zu können.

Kein Ersatz, aber hilfreiche Unterstützung einer Therapie

Die Studienleiterin Steffi Riedel-Heller betont: „Onlinebasierte Selbstmanagementprogramme ersetzen natürlich nicht die ärztliche Behandlung oder die Überweisung in eine fachspezifische Behandlung“. Laut Riedel-Heller ist das zeitlich flexibel nutzbare Programm moodgym geeignet, Patienten zu unterstützen, die auf einen Therapieplatz warten oder um Menschen im ländlichen Raum oder in besonderen Lebensumständen zu erreichen.

Quelle: Ärzteblatt

Weitere Informationen zum kostenfreien Onlineprogramm moodgym erhalten Sie unter moodgym.de.

News

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im August

Was tun bei Hämorrhoiden?

Was tun bei Hämorrhoiden?

Probleme mit der Kehrseite

Hämorrhoiden sind weit verbreitet – und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Dabei hat fast jeder E ... Zum Ratgeber
St. Georg-Apotheke
Inhaber Apothekerin Gundula Bader, Apothekerin Heike Griebl
Telefon 08136/12 13
Fax 08136/9 29 29
E-Mail mail@apotheke-indersdorf.de