Vorsicht bei Migräne


Infarkte und Schlaganfälle drohen
Vorsicht bei Migräne

Migräne erhöht das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Thrombosen. Zu diesem Ergebnis kamen zwei umfangreiche Studien aus den USA und Dänemark. Besondere Aufmerksamkeit empfehlen Experten bei Migränepatienten mit Aura.

Migräne ist weiblich

Extrem starke, meist einseitige Kopfschmerzattacken mit Übelkeit und Erbrechen sind typische Symptome einer Migräne. In manchen Fällen wird die Erkrankung von einer sogenannten Aura begleitet. Hierbei treten vor einem Anfall charakteristische Anzeichen wie Sehstörungen oder Schwindel auf. Nach Zahlen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) ist Migräne die häufigste neurologische Erkrankung in Deutschland: Etwa jede fünfte Frau und jeder zwölfte Mann leidet unter Migräne.

Patienten mit Aura besonders gefährdet

Amerikanische und dänische Wissenschaftler untersuchten in zwei aktuellen Studien den Zusammenhang zwischen Migräne und Gefäßkrankheiten. Sie werteten in der Summe Daten von etwa 450.000 Migränepatienten aus. Charly Gaul, Generalsekretär der DMKG, fasst die Ergebnisse zusammen: „Zwei große aktuelle Studien […] zeigen, dass Migränepatienten etwas häufiger Herzinfarkte, Schlaganfälle und venöse Thrombosen erleiden“. Die Untersuchung aus den USA ermittelte bei Patienten mit Migräne ein um 23 Prozent höheres Herzinfarktrisiko, das Risiko für Schlaganfälle stieg um 41 Prozent. Die Sterblichkeit von Migränepatienten insgesamt war nicht höher als die der gesunden Kontrollgruppe ohne Migräne.

In der amerikanischen Studie litt etwa jeder dritte Teilnehmer an einer Erkrankung mit Aura. Bei dieser Form der Migräne stieg das Risiko für einen Schlaganfall um 56 Prozent. Die Sterblichkeit war um 20 Prozent erhöht.

Kein Grund zur Panik, doch Vorsicht ist geboten

Wie diese Ergebnisse für Betroffene einzuordnen sind, erläutert Prof. Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der DGN: „Von dem erhöhten Risiko sollten Patienten sich nicht verängstigen lassen, denn die absolute Zahl der Ereignisse ist relativ gering“. Bei der Betreuung von Migränepatienten erfordere jedoch eine Gruppe besondere Sorgfalt, betont Diener: „Frauen mit häufigen Migräneattacken mit Aura sollten nach ihren vaskulären Risikofaktoren befragt und diese dann konsequent behandelt werden.“

Quelle: DGN

News

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im August

Was tun bei Hämorrhoiden?

Was tun bei Hämorrhoiden?

Probleme mit der Kehrseite

Hämorrhoiden sind weit verbreitet – und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Dabei hat fast jeder E ... Zum Ratgeber
St. Georg-Apotheke
Inhaber Apothekerin Gundula Bader, Apothekerin Heike Griebl
Telefon 08136/12 13
Fax 08136/9 29 29
E-Mail mail@apotheke-indersdorf.de