Schmerzen objektiv messen


Maschinen helfen, wo Worte versagen
Schmerzen objektiv messen

Um die Schmerzen unserer Mitmenschen exakt einschätzen zu können, müssten wir buchstäblich in ihrer Haut stecken. Denn Schmerzen sind eine subjektive Wahrnehmung. Objektiv messen lassen sich Schmerzen nur mit Hilfe künstlicher Intelligenz.

„Wie stark sind Ihre Schmerzen?“ – Ärzte sind in der Schmerztherapie auf die Aussagen ihrer Patienten angewiesen. Dabei stoßen sie immer wieder auf sprachliche Barrieren. „Kinder beispielsweise können Schmerz oft nicht genau beschreiben. Patienten mit Demenz oder anderen kognitiven Einschränkungen haben ebenfalls Probleme, Auskunft zu geben über die Intensität und Qualität von Schmerzen“, berichtet Prof. Harald C. Traue, Leiter der Medizinischen Psychologie am Universitätsklinikum Ulm.

Forscher messen Schmerzen mit Hilfe künstlicher Intelligenz

Dem Team um Prof. Traue gelang es erstmals, Schmerzen objektiv zu messen. In einer experimentellen Schmerzstudie versetzten sie knapp 100 freiwilligen Testpersonen vier verschieden starke Hitzereize am Unterarm. Die Intensität der Reize stimmten sie auf die individuelle Schmerzgrenze der Teilnehmer ab. Während des Versuches erfassten sie verschiedenste Körperreaktionen. „Am aufschlussreichsten im Hinblick auf die Schmerzintensität waren das Gesichts-EMG, der elektrische Hautwiderstand, der Abstand zwischen Augenbraue und Mundwinkel und die Faltenbildung an der Nasenwurzel“, erläutern die Studienautoren.

Maschinen erkennen vor allem starke Schmerzen

Die immense Datenfülle werteten die Wissenschaftler mit Hochleistungsrechnern aus. Am erfolgreichsten waren die Forscher, wenn sie die Rechner auf individuellen Schmerzreaktionen der einzelnen Versuchspersonen trainierten. Dann erreichten sie eine Genauigkeit von 94 Prozent bei starken und 59 Prozent bei schwachen Schmerzen. Das unpersönliche Messverfahren erzielte eine Genauigkeit von 74 bis 91 Prozent bei starken Schmerzen. Bei schwachen war es zu ungenau.

Quelle: Universität Ulm

News

Antidepressiva schrittweise absetzen?
Eine Frau hält Antidepressiva in Tablettenform in der Hand.

Studie zu Symptomen

Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?   mehr

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im November

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Von Kompression bis Liposuktion

Lipödeme sind nicht einfach eine Form von Übergewicht, sondern eine eigenständige Erkrankung. Neben ... Zum Ratgeber
St. Georg-Apotheke
Inhaber Apothekerin Gundula Bader, Apothekerin Heike Griebl
Telefon 08136/12 13
Fax 08136/9 29 29
E-Mail mail@apotheke-indersdorf.de