Cranberrys bei Harnwegsinfekten


Erfolgreich Antibiotika einsparen
Cranberrys bei Harnwegsinfekten

Sie gelten als Geheimtipp bei Harnwegsinfekten: Cranberrys. Doch die kleinen, roten Beeren können mehr: Sie helfen Antibiotika-Resistenzen zu verhindern. Voraussetzung ist, dass die Einnahme vorbeugend erfolgt.

Ständiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen – diese typischen Symptome eines Harnwegsinfekts kennen 60 Prozent aller Frauen aus eigener Erfahrung. Jede Vierte erleidet innerhalb des nächsten halben Jahres den ersten Rückfall.

Wie Cranberrys wirken

Viele der Betroffenen haben schon einmal bei Harnwegsinfekten Cranberrys empfohlen bekommen oder angewendet. Die säuerlichen, roten Beeren verfügen über Wirkstoffe aus der Gruppe der Proanthocyanidine. Sie verkleben die Zellfortsätze von Bakterien. Dadurch bleiben die Krankheitserreger nicht mehr an der Blasenwand haften und lassen sich leichter ausspülen. 

Studie beweist Nutzen von Cranberrysaft

Forscher der Boston University untersuchten über 370 Frauen. Die Probandinnen waren im Durschnitt 40 Jahre alt und hatten alle im vergangen Jahr mindestens zwei Harnwegsinfekte zu verzeichnen. Die eine Hälfte der Frauen trank täglich 240 ml Cranberrysaft, die andere einen Placebosaft.

Cranberrysaft verhindert Rückfälle

Trotz Cranberrygenuss erlitten 39 Frauen einen Rückfall. In der Placebogruppe zählten die Forscher 67 Infektionen. Damit reduziert Cranberrysaft das Risiko um etwa 40 Prozent. Diese Erkenntnis könnte helfen, Antibiotika einzusparen. Voraussetzung ist, dass die Einnahme vorbeugend erfolgt. Sobald die ersten Symptome auftreten, sei meistens die Einnahme eines Antibiotikum angezeigt, betonen die Studienautoren.

Mit Cranberries Resistenzen vermeiden

Harnwegsinfekte sind eines der häufigsten Gründe für Antibiotikaverschreibungen. Damit tragen sie zum inflationären Gebrauch von Antibiotika bei, der letztendlich die Bildung gefährlicher Antibiotika-Resistenzen begünstigt. Cranberrys könnten dazu beitragen, dass der Menschheit auch in Zukunft wirksame Antibiotika zur Verfügung stehen.

Quelle: heilpraxisnet.de

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