E-Zigaretten-Gefahr für Kinder


Zunahme von Vergiftungsfällen
E-Zigaretten-Gefahr für Kinder

Vergiftungen durch Flüssigkeiten von E-Zigaretten haben bei Kindern unter sechs Jahren stark zugenommen. Die größte Gefahr bei E-Zigaretten geht vor allem von den Flüssigkeiten aus.

Bei E-Zigaretten werden im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten kein Kohlenmonoxid, Blausäure, Arsen oder krebserzeugende Kohlenwasserstoffe erzeugt. Da die dazu erforderlichen Flüssigkeiten überdies in nikotinfreien Versionen erhältlich sind, gilt die E-Zigarette bei vielen Rauchern als Übergangslösung bis zum Rauchstopp. Auch wenn die gesundheitlichen Risiken kontrovers diskutiert werden, steht eines fest: „E-Zigaretten und deren flüssiges Nikotin können bei kleinen Kindern zu schweren Vergiftungen und sogar zum Tod führen“, warnt Dr. Gary Smith, Direktor des Nationwide Children’s Hospital’s Center for Injury Research and Policy in Ohio, USA. Vor allem bei Kindern unter sechs Jahren haben die Vergiftungsfälle drastisch zugenommen, wie eine aktuelle US-amerikanische Studie belegt.

Meist schlucken die Kinder die Flüssigkeiten

Die Forscher analysierten rund 29.000 Anrufe beim National Poison Data System (NPDS), die aufgrund zum Thema „Nikotin“ und „Tabakwaren“ eingegangen waren. Der Fokus lag dabei auf Kindern bis zu sechs Jahren. Während 60 Prozent der Anrufe herkömmliche Zigaretten betrafen, bezogen sich rund 14 Prozent der Notrufe auf E-Zigaretten. In etwa 92 Prozent der Fälle hatten die Kinder die Flüssigkeit geschluckt. „Informationen über die Umstände der Exposition standen nur für etwa 5 Prozent der Fälle zur Verfügung“, informiert Dr. Smith. „In diesen Fällen befand sich bei etwa 40 Prozent die Flüssigkeit in Sichtweite des Kindes.“ Dr. Smith rät deshlab: „Wie andere gefährliche Gifte, sollte beides außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, vorzugsweise an einem verschließbaren Ort.“ Kinder mit Vergiftungen aufgrund von E-Zigaretten wurden häufiger an medizinische Einrichtungen verwiesen als Kinder, die mit herkömmlichen Zigaretten in Berührung gekommen waren.

Quelle: Englischsprachige Studie in Pediatrics

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