Gegen Masern punkten


Impflücken schließen lassen
Gegen Masern punkten

Die Impflücken bei der Masernschutzimpfung sind in allen Altersgruppen zu hoch. Experten rufen dazu auf, den Impfausweis zu überprüfen und Impflücken zu schließen.

Deutschland hat das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis 2015 die Masern auszurotten, nicht erreicht. Noch immer kommt es in Deutschland zu Masernausbrüchen. Experten gehen davon aus, dass sich bei einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent der Bevölkerung die Viren nicht mehr ausbreiten. Eine Impfung schützt folglich nicht nur die geimpfte Person, sondern auch nicht geimpfte Menschen vor einer Erkrankung.

Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende, fieberhafte Viruserkrankung, die sich durch hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und die charakteristischen roten Flecken auf der Haut auszeichnet. Entwickelt sich aus der Viruserkrankung eine Lungenentzündung, kann die Erkrankung für Kinder gefährlich werden. Die Lungenentzündung wird in der Regel mit Antibiotika im Krankenhaus behandelt. Bei einem von 2.000 Kindern kommt es zu einer masernbedingten Gehirnhautentzündung (Masernenzephalitis) mit Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen.

Durchimpfungsrate bei Schulanfängern leicht gestiegen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine erste Impfung gegen Masern als Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfung (MMR) bei Kindern im Alter von 11 bis 14 Monaten. Eine zweite Impfung sollte im Alter von 14 bis 23 Monaten erfolgen. Die Durchimpfungsrate bei Schulanfängern hat sich mit 92,8 Prozent im Jahr 2014 deutschlandweit verbessert – 2013 betrug die Quote 92,6 Prozent. Gemessen an dem Ziel von 95 Prozent ist sie jedoch zu niedrig. Auch in den übrigen Altersgruppen gibt es noch Impflücken.

Europäische Impfwoche vom 24.–30. April 2016

Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 24.–30. April 2016 ruft das Bundesministerium für Gesundheit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Robert Koch-Institut dazu auf, den Impfausweis auf fehlende Schutzimpfungen zu überprüfen und Impflücken zu schließen. „Nach Studien der BZgA sind die Impfempfehlungen gegen Masern noch nicht ausreichend bekannt. Daher ist es wichtig, mit umfassenden Informationsangeboten auf die Impfungen aufmerksam zu machen und an den Impfcheck zu erinnern“, betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Kosten für Masernimpfung übernehmen Krankenkassen

Seit Mitte 2015 ist gesetzlich geregelt, dass Ärzte bei allen Gesundheitsuntersuchungen für alle Altersgruppen den Impfstatus überprüfen und auf fehlende Impfungslücken hinweisen müssen. Für Erwachsene empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen Masern für diejenigen, die nach 1970 geboren wurden und noch gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft wurden. Auch Menschen mit unklarem Impfstatus sollten sich gegen die Virusinfektion schützen. Die Kosten für eine Masernimpfung übernehmen wie bei allen Schutzimpfungen die gesetzlichen Krankenkassen.

Weitere Informationen zu Masern finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Europäische Impfwoche

Impfkalender 2016

News

Zuckermedikament schützt Auge
Patient bekommt den Augeninnendruck mit einem Goldmann-Ophthalmotonometer  gemessen.

Nützlicher Nebeneffekt

GLP-1-Rezeptoragonisten senken bei Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzucker. Sie schützen offenbar auch vor einem Glaukom.   mehr

Was ist dran am Proteinhype?
Frau sitzt auf Trainingsmatte und bereitet sich einen Protein-Shake zu.

Joghurt mit Eiweiß bitte

Joghurt mit High Protein, Schokolade mit Protein, oder gleich ein ganzes Regal mit Proteinshakes – Lebensmittel mit Proteinzusatz sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Die Versprechen der Industrie sind groß: Wer mehr Proteine isst, nimmt ab, Proteine machen Muskeln und Veganer*innen sind vom Mangel bedroht. Stimmt das?   mehr

Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?
Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?

Überlegt abnehmen

Wer abnimmt, verliert nicht nur Fett. Der Gewichtsverlust geht oft auch mit einem Verlust an Muskelgewebe einher. Dieser Effekt scheint auch bei der Abnehmspritze ausgeprägt zu sein.    mehr

Behörde warnt vor Longevity-Infusionen
Behörde warnt vor Longevity-Infusionen

Fragwürdige Vitamincocktails

Infusionen mit Vitaminen und Aminosäuren gelten auf Social Media als neuer Gesundheitstrend. Unter Schlagworten wie „Longevity“ oder „Biohacking“ werden mehr Schönheit, Energie und gesundes Altern versprochen. Fachleute warnen jedoch vor unterschätzten Risiken.   mehr

Vorsicht in der Höhe mit Kindern
Vorsicht in der Höhe mit Kindern

Gesundes Bergwandern

Wandern in den Bergen ist bei vielen Familien beliebt. Doch ab 2500 m warten neben der intensiven Sonneneinstrahlung auch andere Herausforderungen auf den Körper. Vor allem vor der Höhenkrankheit muss man Kinder schützen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Juni

Das hilft Kindern mit Neurodermitis

Das hilft Kindern mit Neurodermitis

Haut schützen, Auslöser meiden

Mit starkem Juckreiz und oft deutlich sichtbaren Hautveränderungen belastet die Neurodermitis Kinder ... Zum Ratgeber
St. Georg-Apotheke
Inhaber Apothekerin Gundula Bader, Apothekerin Heike Griebl
Telefon 08136/12 13
Fax 08136/9 29 29
E-Mail mail@apotheke-indersdorf.de